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30. Mai

Mai 30th, 2007 by Dagmar

In den letzten Tagen hat es hier nur geschüttet und alle haben sich einen recht faulen Lenz im Asyl genehmigt.

Spotty und Mohrle standen morgens schon wartend vor der Küche um endlich ihr Futter einzufordern. Spotty wirkt langsam recht stabil, wenn auch nicht top in Sachen Gesundheit - das wird bei ihm leider nie mehr der Fall sein, aber das Fell wird langsam voller, der Blick klarer und stabiler; also er hat es zumindest geschafft die Wunden los zu werden und auch das Jucken ist nicht mehr da. Da habe ich wohl mit der Flohvermutung leider richtig gelegen; aber wohl auch mit der Abhilfe :-)

Heute ist wieder schöneres Wetter, so dass langsam wieder die Aussenanlage aufgebaut werden kann. Nighty kann dann wieder in seiner Schaukel dösen.

Wie man sieht steht Crazy dieser Art von “Möbel” doch recht misstrauisch gegenüber. Er ist übrigens der erste von allen den vielen Tieren, der diese Liegemöglichkeit nutzt, die eigentlich eine Heizungsliege ist.


Mein Baldrian beginnt zu blühen und darunter spielt Nighty Rasenmäher gegen Katzenminze. Aber auch der Baldrian duftet für ihn angenehm und wird zuweilen beschnuppert.

Die Bambusse scheinen nun langsam zuzulegen und auch das Zyperngras wird jetzt so, wie ich mir eine lebendige Pflanze vorstelle.

Eigentlich ist derzeit alles - was sehr selten ist - im grünen Bereich. Etwas Gedanken mache ich mir um Shy, die einige Tage nicht da war. Vor allen Dingen dürften die Babies nun um die 6 Wochen sein. Wenn sie diese noch lange versteckt, dann wird es nichts mehr mit der Sozialisierung gegenüber dem Menschen….

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24. Mai

Mai 24th, 2007 by Dagmar

Baby, die penetrant versucht sich durchzusezten ist jeden Tag hier. Der Nachbarsjunge erzählte mir schon vor Wochen sie habe starken Durchfall. Ich sagte ihm dass das üblich sei bei Katzen, die nicht entwurmt sind. In der Erwartung, dass die Besitzer nun etwas dagegen tun würde rannte Kevin direkt nach meiner Aussage zu den juristischen Dosis der Kleinen. Klar, man würde gleich am nächsten Tag zum Tierarzt gehen.

Hups, da würde mich doch wundern, ist doch in diesem Haushalt überhaupt nicht üblich, aber nun ja, wer weiß: Wunder gibt es immer wieder.
Da sich aber mein Glauben an Wunder begrenzt habe ich am folgenden Tag gleich etwas gegen Würmer verabreicht und die Ohren gereinigt.

Nach einigen Wochen nun fragte ich Kevin was aus dem Gang zum Tierarzt geworden wäre: Die juristischen Dosis teilten ihm mit, der Tierarzt habe gesagt es wäre bereits zu spät….

Für was zu spät, sie ist täglich bei mir, ernährt sich gut und ist kämpferisch. Ich entdecke auch keinen verklebten Hintern mehr. Hmmm, sollte es wirklich einen Tierarzt geben der über dieses Tier

als hoffnungslos und “zu spät vorgestellt” einschätzt. Für mich ist das fast nicht vorstellbar, da ich die Tierärzte hier in der Region kenne …. Ich würde sagen, hier wurde ein Kind belogen ….

Mohrle kommt täglich, jedoch immer noch genauso ängstlich wie zuvor. Deshalb bekommt er das Futter zumeist geschützt hinter der Mülltonne. Der Sohn des Besitzers war vorgestern hier und wir haben Mohrle gesehen. Ich habe dem Sohn eine Schüssel Futter gegeben, damit er diese in die Nähe von Mohrle bringt und mit ihm spricht. Eigentlich in der Erwartung, dass Mohrle ihn wiedererkennt und mit der Zeit Mohrles Angst nachlässt und er wieder nach Hause zurück geht.

Mir wurde jedoch gesagt, dass er dort kein zuhause mehr haben könne weil es nun ein kleines Baby gäbe und das nicht zusammenpasse….

Meine Six ist seit 1. Mai nicht wieder aufgetaucht, schade, aber bei ihr hatte ich nie eine wirkliche Chance an sie heran zu kommen. Ähnlich wie bei Shy, die sich zwar jetzt mal zufällig streicheln lässt weil sie durch die Kitten viel Hunger hat, aber ein wirkliches an sie gewöhnen ist leider nicht möglich.

 Dafür klappt es bei den anderen :-)

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19. Mai

Mai 20th, 2007 by Dagmar

Sie genießen die Sonnenstrahlen und sind derzeit fast alle gesund. Bei Red habe ich die Meidkamente gegen den Schnupfen seit 5 Tagen ausgeschlichen und es gab keinen Rückfall. Bei Lady wächst das Fell über den Eiterstellen zu, die nun ausgeheilt scheinen.

Kleines Manko: Mrs. Schneeulchen, AlCapony und Crazy müssen sich an einem Ort aufhalten, der ihre Augen reizt. Bei allen sind regelmässig die Augen gerötet. Berberiltropfen, Augentropfen für uns Menschen, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, sorgen für Linderung, aber Ihr könnt Euch vorstellen, wie gerne sich die Tiere in die Augen tropfen lassen ;-)
katzenbett
Mit einer solchen Ruhe ist es dann vorbei.

Mohrle, der traumatisierte Kater kommt regelmässig zum Fressen und auch Spotty ist regelmässig da. Leider ist von seiner Erkältung noch ein sehr schwerer Atem, oder ist es ein Husten?, zurückgeblieben. Er bekommt auch weiterhin Husteel, leider kann ich ihm nicht besser helfen da er sich nicht anfassen lässt.

Lady lässt sich Zecken nicht entfernen. Bevor ich es nun erfolglos versuche setze ich bei ihr Frontline ein und bespraye die Zecke. Zwar nimmt mir das Lady auch übel und geht danach auf Wanderschaft, aber wenn es hilft. Und die letzten Male war es so: abends kam sie dann ohne der nervigen Zecke zurück.

Devil ist recht friedlich und sehr zurückhaltend, wenn es so bleibt, dann kann der alte Herr hier seine letzten Lebenstage verbringen.

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16. Mai - Alter Raufbold gezähmt

Mai 16th, 2007 by Dagmar

Oft erlebe ich über die Jahre Situationen bei den Tieren, von denen ich nie für möglich gehalten hätte, dass sie irgendwann einmal so sein würden wie ich sie jetzt erlebe. Speziell bei den Tieren, die als bösartig vom Umfeld abgehackt werden. Sei es mein guter alter Mr. Black, der den Menschen Angst einflösste oder jetzt Devil.

Seine Wunden verraten dass er wohl das ranghöchste Tier der unkastrierten Kater ist. Die Verlierer haben im Regelfall Wunden am Körperende, die ihnen vom Sieger noch bei der Flucht zugefügt werden, während die Gewinner im Gesicht ihre Blessuren davon tragen.

Noch im letzten Jahr musste ich mit erleben wie er sich in andere Tiere so verbissen hat, dass ich mir keinen anderen Rat wußte als einen Eimer Wasser über ihn zu leeren. Er war das Schreckgespennst von Mrs. Schneeulchen, Lady und Red.

Genau ihn erlebe ich nun, wie er über Stunden im Asyl liegt, wo auch Red, Mrs. Schneeulchen, Lady oder Mimi liegen (die noch vor einem Jahr wenn sie ihn nur sahen geflüchtet sind). Er, der sich nun an meine Beine schmiegt und seelig schnurrt wenn man ihn streichelt. Zugegeben, so ganz scheint er selber mit dieser Rolle noch nicht klar zu kommen.

Nachdem er sich streicheln ließ und gefressen hat, sitzt er noch eine lange Zeit auf dem Zaun, der das Asyl nach außen trennt und scheint sich zu fragen: “Was mache ich hier eigentlich und wie mache ich das eigentlich?”.

Gerade durch seine schweren Fleischwunden, die er derzeit hat, bin ich froh dass er regelmässig hier ist und ich ihm Traumeel “unterjubeln” kann.

Alles Dinge, die massgeblich durch die Massenkastrationen (denn anders kann ich das nicht nennen, was ich die letzten beiden Jahre hier durchziehe) gefördert wurden. Manche Tiere werden durch die Kastration ruhiger (Nighty ist eine glorreiche Ausnahme) und dadurch ist Devil, als wohl einer der wenigen unkastrierten Tiere, kaum in Versuchung zu kämpfen oder zu begatten.

Wenn ich mir nur Lady ansehe, ich erlebte sie wie sie vor Angst den Urin verlor als er sie begattete - sie frisst nun mit ihm an einem Napf; ohne jegliche Angst. Überhaupt ist sie nicht wieder zu erkennen seit sie kastriert ist. Sie beginnt zu spielen, die alte Dame und ist ein Kuscheltiger ohne gleichen. Während die rollige Shy sich im Nachbarshof vor den Katern wälzt, rennt Lady zu mir hoch um sich Streicheleinheiten zu holen. Der Weg der Kastration war ein schwerer - für sie und mich. Sehe ich aber die Resultate, dann würde ich diese unglaublichen Veränderungen der Tiere am liebsten im Film festhalten.


Speziell wenn ich solche Momente erlebe, von denen ich noch vor einem Jahr nicht gedacht hätte, dass es sie jemals geben wird, steigt meine Achtung vor der Tierwelt.

Sie da oben, Streuner, ungeliebt und abgeschoben von den Dosis, machen uns doch allen etwas vor! Was erleben wir oft am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft?! Wie häufig bessert sich dort eine Situation und wird aus Problemen Übereinstimmung? Ich vermute mal sehr selten - während der Mensch zur Steigerung zu neigen scheint hat die Tierwelt wohl eine andere Art von “leben und leben lassen”…..

Meine Sorgenkinder wie Lady und Red scheinen auf einem fast gesunden Weg zu sein. Spotty ist nicht topfit aber fit und Shy wird zutraulicher was darauf hindeutet, dass ihre Kitten bald irgendwohin geschleppt werden.

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10. Mai

Mai 10th, 2007 by Dagmar

So ein bischen hat der Regen (den die Natur mehr als gebraucht hat) dem verschnupften Red zugesetzt, somit also Medis nicht mehr ausgeschlichen, sondern die normale Dosis gegeben, damit der Schnupfen nicht wieder kehrt.

Six ist leider nicht wieder aufgetaucht, aber ihre Mutter ist beständig hier, traut sich sogar in die Küche um gefüttert zu werden. Ich würde das als sicheres Anzeichen dafür sehen, dass ich in den nächsten 7 bis 10 Tagen hier wieder Katzenbabies zu erwarten habe.

Cheffe hat vor zwei Tagen unser Haus besetzt: schneller als ich die Küchentür offen hatte hat Nighty sie gestürmt und ist in die mittlere Etage unters Bett gerast. Er hatte wenig Interesse das Schlafzimmer wieder zu verlassen, die Katzenstube (ein weiteres Zimmer der Etage) kannte er ja schon weil er nach der Kastration einige Tage darin war.

Überhaupt ist er ein faszinierendes Unikum.

Während Heiko an seinem Fahrzeug tüfftelt hockt Nighty munter dabei. Weder stören ihn die Werkzeuge, die zu Boden fallen, noch die recht geräuschintensive Flex. Geht die Autotüre auf, wupps, könnte es sein, dass Nighty seine Position als Beifahrer zu besetzen versucht.

Als kastrierter Kater müsste er ja eigentlich Respekt und Angst vor den nicht kastrierten Kings der Region haben. Nicht aber Nighty! Red Devil, der absolute King und Gewinner der Zweikämpfe hier im Ort wird von Nighty an seinem Hinterteil inspiziert und ganz genau unter die Pfote genommen. So wie jedes andere Tier, speziell die Herren haben es bei ihm nicht leicht.

Vor kurzem konnte ich beobachten wie Devil hier ins Areal wollte, Nighty ihm auflauerte und ein paar Schritte auf ihn zukam. Das hat wohl den ständig mit offenen Wunden übersäten Devil so geschockt dass er sogleich den Rückzug angetreten hat.

Al Capony ist immer noch regelmässig da und bringt leider regelmässig Mäuse mit…

Durch den Regen spielt sich das Leben derzeit wieder im Asyl ab, da die meisten keine Lust haben im Regen draussen herum zu turnen. Lady ist zwar beständig draussen, wichtig ist aber: morgens ist sie da und in den Abendstunden kommt sie wieder - zwischendurch inspiziert sie dann auch mal wer oder was hier ist.

Red ist so klug im Warmen zu bleiben, ich hoffe, das bleibt so, damit der Schnupfen nicht wieder kehrt.

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6. Mai

Mai 6th, 2007 by Dagmar

Meine kleine Six fehlt noch immer. Suchen ums Haus ergaben nirgends eine verletzte Six. Ich vermute mal, sie ist ihrer Mami, die sich täglich hier Futter holt, nachmarschiert und amüsiert sich nun in deren Stall. Mama Shy hat wieder Babies wie es aussieht und eigentlich wäre ich ihr nicht böse, wenn sie mir diese nicht bringt. Aber ihrem Verhalten nach wird es so sein wie immer: irgendwann stehen die Babies im Asyl. Derzeit ist wieder täglich hier um sich ihre Futterration zu holen und sich genauer im Asyl umzuzehen, also die bekannten Vorzeichen.

Ladies Wunde ist seit gut einer Woche in einem guten, eiterlosen Zustand. Red’s Schnupfen hatte sich gestern wieder eingestellt und ich habe gestern eine höhere Dosis an Medis gegeben und versuche jetzt wieder auszuschleichen. Mohrle habe ich heute noch nicht gesehen, aber Baby war da und alle die anderen. Devil liegt mit Mimi im Gras und lässt den Herrgott einen lieben Mann sein und Nighty ist immer mal wieder in seiner Erdhöhle verschwunden.

Was mich freut ist die Beständigkeit von Al Capony, mit der er wieder hier ist. Vor einigen Wochen hat er es eingeführt nur noch kurz hier zu sein zum Futter fassen um dann wieder auf Tour zu gehen. Das hat mich schon ein bischen verletzt, denn ich versuche hier alles zu tun, damit die Tiere nicht streunern müssen und sich an anderen Orten Flöhe oder ähnliches holen müssen. Auch ist mir wichtig, dass sie hier den Ankerpunkt haben wenn etwas mit ihrer Gesundheit nicht stimmt.

Wie auch immer - oder was auch immer - ihn bewogen hat:
seit einigen Wochen ist er wieder beständig hier und macht nur noch kurze Ausflüge, bei denen er zuvor zu spickeln scheint ob sich ein Ausflug überhaupt lohnt.

Zumeist scheint der der Meinung zu sein “Nein” und macht es sich hier im Asyl auf dem Naturkratzbaum bequem. Hier zusammen mit seiner Mutter “Lady”.


Derzeit also keine weiteren aktuten Probleme aber schon wieder die bange Erwartung des Babybooms - Mai ist bekanntlich der Monat, in dem mir manch eine Streunerdame ihre Babies anvertraut.

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4. Mai

Mai 4th, 2007 by Dagmar

Nun ist Six bereits vier Tage on Tour, nachdem die örtlichen Krawall macher meinten in der Nacht zum 1. Mai hier mit Knallkörpern herumspielen zu müssen. Absolut alles andere als toll!


Ich hoffe dass sie wieder auftaucht. Aber da sie ja bisher nie handzahm wurde steht immer die Frage im Raum, wenn sie zufällig kommen sollte, in welcher Verfassung denn? Egal, welcher Streuner fehlt, meine Nächte werden dann immer kürzer weil ich bis in die Morgenstunden ins Asyl runter gehe um zu sehen ob der / die Vermisste wieder aufgetaucht ist. Sind sie gesund wieder da, o.k. dann kann ich schlafen gehen - haben sie Probleme, dann versuche ich sofort wenigstens erste Wundversorgung zu leisten. Ist es wie bei Six, dass die Vermisste nicht da ist hält sich die Qualität meiner Nachtruhe sehr in Grenzen.

Dadurch dass ich eigentlich jedes Tier gesund pflegen musste, dadurch dass kein Tier hier jemals gesund ankam und durch die viele Zeit, die ich bei ihnen verbringe ist eigentlich keiner mehr ein Streuner sondern alle meine Herzenskinder. Ich glaube manch eine alleinige Hauskatze eines berufstätigen Dosis hat weniger Zuwendung als jeder einzelne Streuner hier.

Der Himmel bewölkt sich bei mir und ich hoffe auf Regen für meine Botanik. Das Katzenasyl habe ich mal gleich regensicher gemacht: Spielzeuge in den Stall, Rasenteppich über den Zaun gehängt, Springbrunnen ins Trockene gestellt (es ist leider kein Modell für den Aussenbereich) In diesem Sinne warten wir wohl alle auf Regen…. und ein schönes Wochenende (am liebsten mit Six)……

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3. Mai

Mai 3rd, 2007 by Dagmar

Nachdem in dieser Region in der Nacht zum 1. Mai gehörig Krach gemacht wird mit allem was zur Hand ist wurden einige Knallkörper in der Nähe des Katzenayls gezündet. Mindestens einer landete auch dort. Davon einmal abgesehen, dass am nächsten Tag alle gehörig durch den Wind waren, so fehlt seit dieser Nacht Six. Genial … ich bin x-mal nachts unten, aber der Racker ist nicht da.

Das rund fünf Monate alte Mädchen, welches hier regelmässig auftaucht gehört zu Besitzern der Katergorie “für Viecher gebe ich kein Geld aus” ist also dementsprechend verwurmt und die Ohren zumindest dreckig, es steht zu vermuten, dass sich auch Milben darin befinden. Mit Surolan habe ich die Ohren gereinigt und eine Wurmkur verabreicht. Da bei diesen Leuten jedes Tier durch Würmer stirbt gibt es keine Veranlassung zu glauben dass es diese Mal anders wäre. Es ist genau der Haushalt, dessen kleine Tiere, die gerade ein paar Monate alt waren, sich zu uns in Gras zum sterben gelegt hatten. Es sind genau die Besitzer, wegen denen ich vor Jahren bei Nacht und Nebel den Tierarzt ins Haus geholt hatte um mit einer Nachbarin über Tage um das Leben eines kleinen roten Katzenkindes zu kämpfen, bei dem die Würmer schon in der Lunge angekommen waren. Aber Hauptsache neues Haus gekauft ….

Positiv zu vermelden: Lady’s Wunde eitert nicht mehr, ich hoffe, sie hat es nach nunmehr ein paar trockenen Tagen überstanden.

Bei Red schleiche ich die hömopathischen Arzneimittel gegen Schnupfen aus, mal sehen, ob auch er es überstanden hat. Crazy’s Wunde über dem Auge heilt ab. Mrs. Schneeulchens Fell wird langsam besser, seit Frontline gegen ihre Zecken kämpft. Etwas Gedanken machen mir die Augen von Crazy,Al Capony und Mrs. Schneeulchen, deren Nickhaut sichtbar ist. Ich vermute gereizt durch etwas, auf das sie als Katzen allergisch reagieren.

Vor einigen Monaten rettet ich einen schwarzen schönen, damals zutraulichen Kater, davor sich selber an seinem Halsband zu strangulieren. Seit einiger Zeit hat er eine Riesenwunde an seiner Körperseite und meidet seit dem seine Besitzer. Vermutlich hat in ein Landwirtschaftliches Fahrzeug oder ein Greifvogel angegriffen. Leider ist er sehr ängstlich und benötigt einige m Sicherheitsabstand zu mir oder den anderen Tieren. Jetzt, nach ein paar Tagen wird er etwas ruhiger und heute konnte ich ihm etwas Frischfutter getrennt von den anderen geben.

Ich habe keine Ahnung wie das Denkvermögen von Katzen ist. Vielleicht aber spürt er das das Asyl von vielen anderen bewohnt wird und er als Eindringling gesehen werden könnte. Bekommt er also separat von den anderen Futter könnte ein Impuls sein “ups für mich, ich darf es wagen”. Wer weiß, bisher hat immer nur Geduld geholfen - und manchmal nicht einmal die - scheue oder traumatisierte Tiere an den Menschen zu gewöhnen.

Nighty verbringt den Tag rund ums Asyl herum oder in seiner Höhle in unserem Absturzhang. Ihn besucht dann ein Schäferhund namens Grace. Während am Anfang viele Meter Sicherheitsabstand notwendig waren und der Schwanz sich gehörig sträubte, so wird der Abstand ein vielfaches kleiner und etwas mehr Ruhe kehrt ein, wer weiß, wann Nighty Grace noch als Reittier benutzt, ihm ist alles zu zutrauen.

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